Kurzbeschreibung

Eva und Moritz sind verzweifelt: Luzi, der kleine Terrier von Moritz, ist spurlos verschwunden. Im Tierheim erfahren die Kinder, dass seit einiger Zeit Hundediebe in der Gegend sind. Und nun befürchten sie, dass auch Luzi von der Bande entführt worden ist. Gemeinsam mit der selbstbewussten Tami machen die beiden sich auf die Suche nach Luzi. Die Spur der Verbrecher führt die Kinder zu einem vergessenen alten Kohlenschacht mitten im Wald.

Leseprobe

„Aber du kannst da doch nicht sicher sein. Vielleicht sind sie in Gefahr?!“, wagt sie noch einen Einspruch. Aber Jens schüttelt beruhigend den Kopf. „Nein, glaub mir. Es wird ihnen ganz sicher nichts passieren. Wahrscheinlich haben sie nur Lust auf ein kleines Abenteuer. Und das schlimmste, was passieren kann ist, dass sich einer von ihnen beim Herumkraxeln den Fuß verstaucht.“ Dazu lacht er und geht zur Garderobe hinüber. „Eine Falle stellen“, murmelt er in sich hinein, lacht wieder leise und sieht zu Tami hinüber. „Ist doch eine irre Idee, oder?!“ Da muss Tami plötzlich auch lächeln. Wahrscheinlich hat er Recht. Ja, ganz sicher hat er das. Immerhin ist er erwachsen und kennt sich mit solchen Dingen viel besser aus. Sie sieht ihm zu, wie er vergnügt seine Gummistiefel gegen Straßenschuhe austauscht und seine Tasche vom Haken nimmt. „Geh doch heim, Tami!“, rät er ihr dann gut gelaunt. „Sonja regt sich sonst nur unnötig auf. Hatte heute einen harten Tag.“ „Ich warte noch bis sie aufgelegt hat und sag ihr, dass es sich erledigt hat“, murmelt Tami. Plötzlich schämt sie sich direkt ein bisschen, dass sie gerade so hysterisch geworden ist. Fast hätte sie vor Jens angefangen zu weinen. Wie peinlich. „Ja, mach das. Schönen Abend dann noch! Tschüß!“ „Tschüß!“ Tami sieht Jens durch die Glastür nach wie er über den Parkplatz geht, in seinen Bulli steigt und davon fährt. Sie seufzt und rutscht langsam an der Wand hinunter. Da hockt sie nun auf dem Fliesenboden und grübelt vor sich hin. Da ist wohl mal wieder ihr Temperament mit ihr durchgegangen. Als ob Eva und Moritz in einer ernsthaften Gefahr schweben würden! Tztztz. Gut, dass Jens sie wieder auf den Boden zurückgeholt hat ... Sie sieht gedankenverloren immer noch zur Garderobe, auf die Schuhe, die dort herumliegen. Einer der Gummistiefel, die Jens gerade ausgezogen hat, ist umgefallen und liegt auf der Seite, mit der Sohle zu ihr gedreht. Tami biegt den Hals ein bisschen und wendet den Kopf hin und her. Komisch. Irgendwie kommt ihr da etwas sonderbar vor. Aber was? Sie blinzelt und schaut und schaut. Schließlich steht sie sogar auf und geht hinüber, um sich den Stiefel aus der Nähe anzusehen. Sie nimmt ihn auf und starrt auf die Sohle. Sie kennt dieses Muster. Da ist sogar ein Schriftzug ganz klar zu erkennen. `Friends´ steht da, das englische Wort für Freunde. Hm. Das hat sie doch schon mal gesehen. Aber nicht so, unter dem Stiefel selbst. Sondern hineingedrückt in feuchten Boden. In feuchten Waldboden. Elektrisiert richtet Tami sich auf. Der Stiefel fällt ihr aus der Hand. Plötzlich wird ihr alles klar. Oh, Gott, Eva und Moritz! Sie schweben in großer Gefahr! Tami wirbelt herum und ohne anzuklopfen stürmt sie in Sonjas Büro.

Gebundene Ausgabe
Verlag: Klopp (2003)
ISBN-10: 3781713644
ISBN-13: 978-3781713642
Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 1,6 cm