Aktuell

Am 23. Februar erscheint der neue Band unter meinem Pseudonym PIPPA WATSON.

Dazu gibt es natürlich wieder eine Leserunde auf www.lovelybooks.de

Meldet Euch ganz einfach kostenlos dort an, gewinnt eines von 25 Exemplaren und seid bei der Leserunde live dabei!

Ich freu  mich auf Euch!!

 

 

 

 

 

 

Hier findet Ihr eine Leseprobe, die ersten Seiten des Romans:

 

1.Kate

Das eigene Zuhause sollte für jeden Menschen der schönste Ort der Welt sein. Und natürlich könnte niemand mich davon überzeugen, dass es irgendwo anders schöner ist als auf den englischen Kanalinseln.

 

Wie jeden Morgen machte ich auch heute, an einem Tag Ende April, auf meiner Joggingstrecke kurz Halt an den Klippen hinter Bluebell Wood. Von hier aus konnte ich bis hinüber zur Nachbarinsel Sark sehen, wo ich aufgewachsen war.

 

Das Meer rund um Guernsey hat so viele Gesichter. Wenn ich nun hinausblickte, in Richtung Frankreich, dessen Küste die englischen Kanalinseln vorgelagert sind, wirkte es eisig grau. Ich mochte diese klare, fast silbrige Farbe. Mein liebster und bester Freund Brian aus Kindertagen behauptete stets, dass meine Augen genau denselben Ton hätten. Brian war viel zu ernsthaft für Schmeicheleien, daher musste etwas daran sein.

 

Ich griff nach dem kleinen Fernglas in meiner Bauchtasche, das mein ständiger Begleiter war, und konnte draußen ein paar Meeresvögel erkennen, die auf der weiß schäumenden Gischt der Wellen wild auf und ab schaukelten. Doch in der Bucht, die gut zweihundert Meter tiefer direkt unter mir lag, plätscherte das Wasser sanft jadegrün auf den Sandstrand, geschützt durch die hohen, mit gelb blühendem Ginster, Schlehen und anderen Wildsträuchern bewachsenen Felsenhänge.

 

Bei dem Gedanken, dass ich schon in einer Woche meine erste Touristengruppe der Saison an dieser Stelle vorbeiführen würde, musste ich unwillkürlich lächeln. Die Guernsey-Reisenden wussten selten, welche Schönheiten sie auf unseren herrlichen Wanderungen erwarteten. Dieser Blick entlockte ihnen stets begeisterte Ausrufe. Ich würde ihnen Raum für ihren Enthusiasmus und unzählige Fotos lassen. Und wenn wir dann weitergehen würden, landeinwärts, hinein in den Wald der uralten, mit Moos bewachsenen Bäume würden sie still werden. Denn auf dem Boden würden ihnen Trillionen von blauen Schlüsselblumen entgegenleuchten, die diesem Waldabschnitt seinen Namen gegeben hatten: Bluebell Wood. So zart und zugleich so wild ergoss sich die Flut der blauen Blüten über die Hänge unter dem Blätterdach, dass von Menschen, die diesen Anblick zum ersten Mal genossen, meist nur ein tiefes Seufzen zu hören war. Hier, so empfand ich es selbst, konnte die Seele Frieden finden.

 

In diesem Augenblick würde sich für jeden einzelnen von ihnen die Anreise mit dem Flugzeug oder der Fähre bereits gelohnt haben. Ein unvergesslicher Moment, eine Urlaubserinnerung, die blieb.

 

Voller Vorfreude drehte ich mich um und lief federnd weiter den schmalen Pfad entlang. Mein hellblonder Pferdeschwanz, der mir bis auf den Rücken hinabfiel, wippte dabei und kitzelte mich zwischen den Schulterblättern. Im Wald bog ich an der nächsten Kreuzung ab und machte mich an den Anstieg, der über viele kleine, aus Erde und Stein geformten Stufen hinaufführte – das beste Training überhaupt. Zwar war ich fit, seit ich vor zwei Jahren wieder mit dem Joggen begonnen hatte, trotzdem keuchte ich wie eine Dampflok, als ich oben ankam. Der Pfad führte aus dem Wald hinaus über eine Wiese mit ein paar Aussichtsbänken, auf denen einige Guernseyer Gedenkplaketten für ihre Liebsten hatten anbringen lassen. Von dort aus mündete der Weg in eine der Green Lanes, die es in diesem Teil der Insel gibt: schmale, sehr ruhige Straßen, in denen nur Anliegerverkehr erlaubt ist. Ich trabte über den Asphalt zwischen Hecken und Natursteinmauern hindurch. Noch eine Kurve, dann kamen die beiden Cottages in Sicht, die hier lagen. Das eine, ursprünglich ein Bauernhof, gehörte Sarah und Alan. Die beiden hatten den Hof von Alans Eltern übernommen und daraus ein prächtig laufendes Bed & Breakfast gemacht. Ich selbst bewohnte einen Teil des ausgebauten Dachgeschosses zur Miete. Auch wenn ich bereits dreiundvierzig Jahre alt war und mit meinem eigenen kleinen Touristikunternehmen gut verdiente, reichte es nicht, um die horrenden Immobilienpreise auf Guernsey stemmen zu können. Doch ich war mit meinen zwei Zimmer unterm Dach bei Sarah und Alan mehr als glücklich. Der Ausblick über den tiefer liegenden Wald bis zum Meer machte diesen Ort zu etwas ganz Besonderem.

 

Nun steuerte ich jedoch das winzige Häuschen neben dem großen Hof an. Ich öffnete das hölzerne Gartentor, dessen Scharniere in den Angeln leicht quietschten, und durchquerte den idyllisch in Rosa, Weiß und Blau blühendem Vorgarten. Als ich auf die Klingel drückte, konnte ich drinnen im Haus ein kurzes Bellen hören. Das war Amy, die hübsche Golden-Retriever-Hündin, die meiner alten Nachbarin Mrs. Owens als Blindenführhund durch den Alltag half. Es dauerte eine Weile, bis mir die Tür geöffnet wurde.

 

„Kate“, sagte die alte Dame, die eine Hand an der Wand im Flur, die andere auf Amys Rücken. „Hab ich mir doch gedacht, dass du es bist.“

 

Ich hatte es irgendwann aufgegeben, mich zu fragen, wie um alles in der Welt sie so sicher wissen konnte, wer vor ihr stand.

 

„Guten Morgen“, begrüßte ich sie lächelnd.

 

Amy tat einen Schritt vor und wedelte mich freundlich an. Ich streckte die Hand aus, um ihr kurz über den Kopf zu streicheln und die weichen Ohren zu zausen. Das liebte sie. Sie öffnete ihre Schnauze, als würde sie lächeln.

 

„Du strahlst ja“, stellte Mrs. Owens an mich gewandt ganz richtig fest, die blinden Augen vage in Richtung meines Gesichts gerichtet.

 

„Woher …?“, begann ich verblüfft, aber sie tippte sich bereits ans Ohr.

 

„Kann ich hören, mein Kind, kann ich hören. Und joggen warst du bestimmt auch“, setzte sie hinzu. „Komm herein, damit du dich hier in der Zugluft nicht verkühlst.“

 

„Würde ich sehr gern, Mrs. Owens, aber ich bin schon spät dran. Ich müsste eigentlich jetzt schon im Büro sein. Ich wollte nur schnell nachfragen, wie es Ihnen geht und ob ich Ihnen etwas aus der Stadt mitbringen kann?“

 

Die einzige größere Stadt auf Guernsey, wenn man es überhaupt so nennen konnte, war St. Peter Port. So klein sie auch war, alle Anwohner sprachen von ihr nur als „the town“, „die Stadt“.

 

Dank ihres Hundes war Mrs. Owens trotz ihres hohen Alters noch sehr agil und nicht auf Nachbarschaftshilfe angewiesen, doch vor ein paar Tagen hatte sie sich einen Infekt zugezogen. Auch jetzt sah sie schwächer aus als sonst. Und hatte sie nicht auch sichtbar abgenommen?

 

„Mein liebes Kind“, sagte Mrs. Owens mit dem Recht der über Neunzigjährigen, die zu einer Frau mit dreiundvierzig sprach. Sie streckte mir die Hände entgegen, und ich nahm sie.

 

Amy hüpfte mit den Vorderpfoten ein paar Mal auf und ab, als sei sie über unsere freundschaftliche Geste ganz aus dem Häuschen.

 

„Das ist sehr lieb von dir! Ich habe vorhin bei Green Food angerufen. Die bringen mir frisches Gemüse und Käse. Aber wenn du so lieb wärst und mir ein paar Flaschen Wasser mitbringen könntest?“

 

„Na klar, das mach ich gern!“, versprach ich. „Noch etwas?“ Ich hatte gemerkt, dass sie zögerte.

 

„Ach, nur eine Kleinigkeit. Wenn du bei Rose vorbeikommst, könntest du mir ein Fläschchen von dem wunderbaren Fliederwasser mitbringen? Das duftet so herrlich.“

 

„Aber sicher!“, versprach ich ihr.

 

Rose war meine Stiefmutter, hatte diesen grässlichen Titel jedoch nie und nimmer verdient. Sie führte in St. Peter Port einen zentral gelegenen und gut gehenden Souvenirshop, in dem sie allerdings keinen Ramsch „made in China“ verkaufte, sondern Produkte, die auf Guernsey, Sark und Jersey hergestellt wurden. So auch die beliebten Wässerchen, deren Blütengrundlagen in ihrem großen Garten auf Sark wuchsen und aus denen Dad die Düfte zusammenbraute, so wie andere alte Männer heimlich Whisky brannten.

 

„Und jetzt raus in diesen schönen Tag!“ Mrs. Owens lächelte und wedelte mit einer Hand.

 

Ich strich ihr kurz über den Arm, tätschelte Amy noch einmal den rotblonden Kopf und war schon auf dem schmalen Gartenweg unterwegs, der schnurrgerade zu meinem Zuhause führte.

 

Blitzdusche. Schnell in meine Jeans, T-Shirt und – das musste sein – einen guernseytypischen Pulli mit Zopfmuster geschlüpft. Und schon war ich auf dem Weg zu meinem Büro in der Stadt.

 

Weil ich spät dran war, ließ ich mich dazu verleiten, statt des Busses meinen kleinen Wagen zu nehmen. Aber schon als ich mich die Fort Georg Road Stoßstange an Stoßstange hinunterquälte, bereute ich es bitter. Guernsey hatte so viel Schönes zu bieten. Als Touristikfachfrau und Tourenführerin wusste ich nur zu gut, wie einzigartig diese Insel war, und immer mehr Menschen kamen auf den Geschmack. Als Urlaubsziel waren die Kanalinseln in den letzten zwanzig Jahren immer beliebter geworden. Aber leider hatte sich auch der Autoverkehr auf der Insel entsprechend entwickelt. Mit dem Ergebnis, dass das hübsche St. Peter Port zur Rushhour regelmäßig im Blechlawinenchaos kollabierte.

 

Als ich endlich in der schmalen Seitenstraße ankam, in der mein kleiner Bürokomplex lag, und meinen Wagen auf den winzigen Parkplatz quetschte, war ich bereits eine halbe Stunde hinter meinem Zeitplan. Verflixt. Nur noch zehn Minuten bis zum Termin mit Professor Torres, dem Vorsitzenden eines Wissenschaftlerausschusses an der Londoner Uni. Er interessierte sich für eine Inselführung mit botanischem Schwerpunkt, und eigentlich hatte ich vorgehabt, mir die Unterlagen vorher noch in aller Ruhe anzusehen.

 

Ich riss meine Tasche vom Beifahrersitz und stürmte die eiserne Außentreppe hinauf in die zwei Büroräume, die meinem Touristikunternehmen als Basis dienten. Aus dem größeren Besprechungsraum waren Stimmen zu hören. War Professor Torres etwa zu früh? Ich eilte hinüber und blieb in der offenen Tür stehen. Doch es war nicht mein erwarteter Terminpartner, der dort mit dem Rücken zu mir am Besprechungstisch saß. Nein, diese breiten Schultern und die lackschwarzen Haare hätte ich jederzeit überall erkannt.

 

„Brian!“, entfuhr es mir erleichtert.

 

Mein bester Freund, mit einer Tasse Tee in der Hand, grinste mich an. Kitten, seit der letzten Saison meine junge Angestellte, erhob sich von ihrem Platz ihm gegenüber.

 

„Guten Morgen, Kate“, sagten die beiden wie aus einem Mund, und wir mussten alle drei lachen.

 

„Tja, drei Monate Praktikum bei den Küstenpfad-Guides unter meinen Fittichen scheinen wirklich zusammenzuschweißen“, meinte Brian und zwinkerte Kitten zu.

 

„Was machst du denn so früh hier?“, wollte ich von ihm wissen. „Ich meine, ist natürlich schön, dich mal wieder zu sehen. Hast dich ja ziemlich rar gemacht in den letzten Monaten. Aber … ach je, ich hab gerade überhaupt keine Zeit. Da ist gleich ein Termin zur Besprechung einer großen Tour für zwanzig Botanikerdoktoren, die sich für die Pflanzenwelt unter Einfluss des Golfstroms interessieren. Und ich wollte noch …“

 

„Professor Torres war schon hier“, unterbrach Kitten meinen Redeschwall. „Er ist schon wieder weg, um den nächsten Flieger nach London zu erwischen.“

 

„Bitte?“ Ich blinzelte verwirrt.

 

„Er hatte sich die Uhrzeit falsch notiert. Offenbar ganz zerstreuter Professor“, antwortete Kitten mit leicht angespannter Miene. „Ich hatte versucht, dich zu erreichen.“

 

Mein Herz sackte mir in die Magengegend. Wenn ich mit etwas nicht umgehen konnte, dann waren es unvorhergesehene Planänderungen. Die waren in meinem Leben einfach nicht vorgesehen. Automatisch griff ich in meine Tasche und zog mein Handy heraus. Tatsächlich - zwei nicht beantwortete Anrufe, beide von Kitten, im Abstand von zehn Minuten.

 

„Vor einer Stunde?“, keuchte ich. „Das darf doch nicht wahr sein! Und dann ist er einfach wieder gegangen? Ohne ein Gespräch? Ohne …?“

 

Kitten räusperte sich nervös. „Ich habe mit ihm geredet.“

 

Ich starrte sie an.

 

„Die Unterlagen lagen auf deinem Schreibtisch. Und wir hatten ja auch schon darüber gesprochen. Personenzahl. Wanderroute. Einkehrmöglichkeit. Er fand alle Vorschläge ganz wunderbar. Der Auftrag liegt unterschrieben in der Mappe.“

 

Mein Mund klappte kurz auf, dann schüttelte ich den Kopf und lachte ungläubig. „Du hast mal eben diese Riesentour an Land gezogen?! Wow! Ich meine … Kitten!“

 

„Jetzt musst du sagen, was für eine unglaublich tolle Idee es von mir war, dir diesen Juwel von einer Mitarbeiterin für deine Firma zu empfehlen!“, mischte Brian sich ein.

 

Kitten grinste verlegen.

 

Aber ich kam nicht umhin, auf Brians halb scherzhaften Vorschlag einzugehen: „Wahnsinn, Kitten! Vielen, vielen Dank! Du hast mir den Kopf gerettet“, sagte ich ernsthaft.

 

Meine erst vierundzwanzigjährige Assistentin errötete so stark, dass ihre Sommersprossen im stupsnasigen Gesicht beinahe unsichtbar wurden.

 

„War wirklich nicht schwer“, murmelte sie und nahm ihre Teetasse vom Tisch. „Tja, dann … Ich … ähm … mach dann mal weiter.“

 

Sie ging hinüber in den eigentlichen Büroraum, in dem unsere beiden Schreibtische sich gegenüberstanden.

 

Immer noch kopfschüttelnd sah ich Brian lächelnd an. „Unglaublich!“

 

„Ich wusste, dass sie sich toll machen würde“, sagte Brian und nickte.

 

Ich streckte die Hand aus, drückte kurz seine Schulter und ließ mich auf den Schwingstuhl ihm gegenüber sinken. „Schön, dich mal wieder zu sehen, Brian!“, sagte ich. „Tut mir leid, dass ich jetzt durch die ganze Hektik ein bisschen durch den Wind bin. Hab mich an den Klippen etwas vertrödelt und dann noch Mrs. Owens und der Verkehr … Aber in einer Minute bin ich wieder ganz die alte Kate, versprochen!“ Ich lächelte ihn an.

 

Brian schluckte. „Und mir tut es leid, dass wir uns in letzter Zeit wirklich viel zu selten gesehen haben“, sagte er.

 

Seine leuchtend blauen Augen waren mir ebenso vertraut wie meine eigenen, aber irgendetwas irritierte mich heute an seinem Blick.

 

„Ach was!“ Ich winkte ab. „So was hält unsere Freundschaft doch allemal aus. Ich weiß ja auch, dass dein Job dich schwer in Atem hält. Die Koordination aller Küstenpfad-Guides ist halt doch eine andere Hausnummer, als ausschließlich selbst auf dem Pfad zu arbeiten. Und Privatleben gibt’s ja schließlich auch noch. Wie geht’s Pam?“

 

Pamela Grey war eine der Guides, die auf Guernsey täglich den Zustand des Küstenpfads kontrollierten. Da der Pfad durch keinerlei Geländer gesichert war, galt es hierbei nicht nur, schadhafte Stellen aufzuspüren, sondern auch, sie auszubessern und wieder ohne jedes Risiko begehbar zu machen. Bei den Unmengen an Touristen, die mittlerweile auf diesem rund sechzig Kilometer langen Pfad die ganze Insel umwanderten, eine verantwortungsvolle Aufgabe. Die Gruppe der Guides, die aus wenigen angestellten und diversen ehrenamtlichen Mitgliedern bestand, war überschaubar. Kein Wunder also, dass Brian die hübscheste Frau im Team schon bald aufgefallen war. Seit ein paar Monaten gingen sie miteinander aus. Was wahrscheinlich auch einer der Gründe dafür war, dass Brian und ich uns so selten gesehen hatten. Aber ich nahm ihm das wirklich nicht übel. Es hatte immer mal wieder Frauen gegeben, mit denen Brian sich getroffen hatte – so wie jetzt mit Pam.

 

Brian lächelte mit einem Schlag so sonnig, als hätte die Erwähnung ihres Namens in ihm einen Schalter umgelegt. Ich ertappte mich dabei, wie ich dieses Phänomen staunend beobachtete.

 

„Pam geht’s gut“, antwortete er mit seltsam rauer Stimme. „Ja, ich glaube, es geht ihr wirklich richtig gut.“

 

So wie er es sagte, begann plötzlich in mir eine Saite zu klingen. Neben Verwunderung und einem seltsamen Gefühl von Fremdheit, das ich bei Brian noch nie empfunden hatte, schwang da auch ganz deutlich Beunruhigung mit.

 

Seine leuchtenden Augen. Sein unerwarteter Besuch so früh am Tag. Seine kratzige Stimme.

 

Ich wusste es bereits, bevor er es aussprach. Aber als er es dann tat, traf es mich dennoch wie ein Schlag in die Magengrube.

 

„Ich hab ihr einen Antrag gemacht, Kate“, sagte er ein wenig heiser, während er angestrengt in seine Teetasse schaute. „Und stell dir vor, sie hat angenommen.“

 

Natürlich hätte ich anders reagieren müssen. Ich hätte lachen, mich freuen und ihm auf die Schulter klopfen müssen.

 

Stattdessen sagte ich tonlos: „Ihr werdet heiraten?!“

 

Brian sah von seiner Tasse auf und mir direkt ins Gesicht.

 

Ich konnte in seinen blauen Augen auf vertraute Weise meine Silhouette gespiegelt sehen und wollte wegschauen. Aber selbst das konnte ich nicht. Wir blickten uns einen Moment lang an, der sich zu einer kleinen Ewigkeit auszudehnen schien.

 

 (...)

Ganz frisch erschienen ist mein neues Kinderbuch bei Hase & Igel.

Für alle, die Raben mögen.

Und besonders für meinen jungen Fan Noah.  ;o)

Unerwartet, aber wunderbar: Mein "Hund aufs Herz" - erschienen im September 2017 bei beHEARTBEAT- ist nicht nur als eBook, sondern auch als Taschenbuch zu haben.

 

Da strahlt die Autorin!  ;o)

 

 

Lara versteht die Welt nicht mehr: Nach mehr als 20 Jahren verlässt ihr Mann sie - für eine Jüngere! Kurzentschlossen packt sie ihre Sachen und flüchtet zu ihrer besten Freundin Wiebke nach Usedom. Doch was soll sie nun mit ihrem Leben anfangen? In ihren alten Job in der Firma ihrer Noch-Schwiegereltern kann sie nicht zurück.

Bald bietet sich ihr jedoch eine einzigartige Chance: Sie soll für zehn Wochen die Hundetagesstätte Usedom als Urlaubsvertretung übernehmen - und das, obwohl sie gar keine Ahnung von den Vierbeinern hat. Weil sie es einfach "schaffen will" ist Lara zunächst blind für die großen und kleinen Katastrophen, die in Form von fünfundzwanzig Hunden täglich auf sie warten. Chaos vorprogrammiert!

Das merkt auch Niklas, der ihr unter die Arme greifen soll und dabei ein echter Korinthenkacker ist, aber leider auch so verdammt gut aussieht...

 

Wenn Ihr Liebesgeschichten mit frischer Meeresbrise und Hundetapsen mögt, ist das Buch für Euch genau richtig!

 

 

Und dies ist zwar kein neues Buch, aber eines, das mir besonders am Herzen liegt:

 

"Siebter"  , meinen Herzens-Roman, eine super spannende und zugleich berührende Geschichte - erzählt aus der Sicht von Saatkrähe Siebter - gibt es nun nur noch in einem Restbestand für 5,- € (plus 1,- € Porto) direkt bei mir. Spezialangebot: Kauf 10, bekomm 11 und spar das Porto!

 

Bei Bestellungen direkt über mich habt Ihr die Möglichkeit, einen Signaturwunsch anzugeben. 

Ich signiere dann die Bücher und Ihr bekommt sie nach Hause geschickt. Schöne Geschenke für fantasievolle Naturfreunde.

 

Im Leben der schlauen Saatkrähe Siebter ist Neugierde groß geschrieben. Deswegen will er so einigen Verhaltensweisen der spinnerten "Erdbehafteten" auf den Grund gehen. Doch aller Mut und Tatendrang verpufft sobald die hübsche Erste in seine Nähe kommt. Ausgerechnet sie ist es, mit der gemeinsam er diese Sache mit "den beiden Erdbehafteten und der Mistgabel im Hals" beobachtet. Und als Miss White, auf deren Hof die Kolonie in Frieden leben darf, einer ungeheuerlichen Tat verdächtigt wird, müssen die gefiederten Freunde handeln.